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Haben Sie gewußt...

Baden ist Balsam für die Seele. Das ergab eine wissenschaftliche Studie. Psychologen vermuten, dass uns das Liegen im Wasser an den Urzustand im Mutterleib erinnert.
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Baden ist Kultur

Baden ist Kultur

Der Badezuber von Sybaris

Die Geschichte der Badekultur ist eng mit den jeweiligen Hygiene-Vorstellungen einer bestimmten Zeit verbunden. Sie ist nicht nur abhängig von den technischen Möglichkeiten von Wassertransport und –erwärmung, sondern in gewisser Weise auch ein Spiegel gesellschaftlicher bzw. religiöser Werte.

Der Anfang des Warmwasserbadens geht auf die Antike zurück. Die luxusbewussten Griechen von Sybaris kamen als erstes auf die Idee, einen großen geschlossenen Behälter mit erwärmtem Wasser zu füllen, um sich darin zu reinigen und zu entspannen. Das warme Baden war eine solitäre Angelegenheit für Privilegierte. Das sollte sich jedoch bald ändern.

Rom erfand den Badekult

Nur knapp zwei Jahrhunderte später nahm die Geschichte der römischen Badekultur ihren Lauf. Die Römer waren zu der Ansicht gelangt, dass die regelmäßige Reinigung des Körpers eine Grundvoraussetzung für ein gesundes Leben ist. Das Baden wurde zu einem Kult, dem jeder frönte. Etwa 400 v.C. wurden die ersten öffentlichen Badeanstalten mit einzelnen Badezimmern gebaut. Der Gast stieg in einen Zuber und Bedienstete schleppten heiße Wasserkessel von einer Feuerstelle herbei.

Thermen – die Bäderschlösser antiker Baukunst

Caracalla Thermen
Caracalla Thermen

Schon etwa hundert Jahre danach wurden die ersten Agrippa-Thermen gebaut. Äquadukte versorgten große Badebecken mit Wasser und auch für die Erwärmung des Wassers entwickelte man effektive Lösungen. So besaß die Stabianer Therme um 140 v.C. bereits eine Unterbodenheizung. Damit wurde das Baden in der Gemeinschaft kultiviert. Die Thermen konnten von jedermann für einen geringen Obolus genutzt werden. Für Sklaven war der Badebesuch mancherorts sogar kostenlos.

In wohlhabenden Schichten entwickelte sich das eigene Thermalbad zum Statussymbol. Die Kaiser- und Militärthermen, die etwa ab dem 3. Jahrhundert im römischen Reich erbaut wurden, waren Paläste, von denen einige noch heute als Architekturwunder zu besichtigen sind. So etwa die Überreste der riesigen Caracalla-Therme in Rom. Die römischen Thermen waren bald nicht nur ein Ort der Körperreinigung sondern dienten der ganzheitlichen körperlichen und geistigen Pflege. Manche enthielten Turnhallen, sogenannte Gymnasien oder auch Bibliotheken zur geistigen Zerstreuung. Auch Anfänge der Hydrotherapie, Massagen und andere Heilpraktiken wurden hier angewendet.

Keine Bäderkultur ohne Islam

Mit dem Zerfall des römischen Reiches fand allerdings auch die antike „Wellness“-Geschichte ihr vorläufiges Ende. Das gemeinschaftliche freizügige Baden ließ sich mit der strengen christlichen Moral nicht mehr vereinen. Die Thermen auf europäischem Boden zerfielen oder wurden zerstört.
Zum Glück war der Islam im byzantinischen Reich weniger prüde und setzte die Kultur des gemeinschaftlichen Warmwasser-Bades fort. Die Baugeschichte prächtiger Hamams nahm ihren Lauf. Im 12. Jahrhundert entdeckten christliche Kreuzritter die Bäderkultur bei den Muslimen wieder und brachten sie nach Europa zurück.

Fröhliche Reinigungsrituale im Mittelalter

Im 12. Und 13. Jahrhundert entstanden überall in Europa Badehäuser, die technisch jedoch hinter den römischen Thermen zurückblieben. Wasserleitungen waren dem europäischen Mittelalter fremd. In den Badehäusern befanden sich mehrere Holzzuber, sowie verschiedene Einrichtungen, in denen Bader ihre Heilpraktiken anwenden konnten, etwa das Aufsetzen von Schröpfköpfen oder den Aderlass. Auch das Schwitzbad wurde damals als körperliches Reinigungsritual praktiziert. Die mittelalterlichen Badehäuser waren Heilanstalten aber auch echte Genusstempel. Nicht selten wurde das Wannenbad mit einer Mahlzeit auf schwimmenden Tischen verbunden, Musiker spielten auf und nach dem Bade wurde getanzt. So wurde das Badehaus zum beliebten sozialen Treffpunkt und stand auch als Treffpunkt für heimliche Liebe im Verruf. Badenwanne Rokoko

Der Rokoko macht „Toilette“

So hatte es wohl seine Gründe, dass die Badehäuser mit der Verbreitung der Syphilis in Verbindung gebracht wurden. Damit verbreitete sich die Überzeugung, das gemeinsame Warmwasserbaden sei ungesund und die Badehäuser wurden aus hygienischen Gründen geschlossen. Mit dem Rokoko begann eine äußerst wasserarme Epoche. Man badete nicht mehr, stattdessen wurde der Toilettentisch wichtigstes Hygieneutensil und Körperpflege bestand vor allem aus Pudern und Parfümieren. Außerdem wurde die Unterwäsche erfunden und man kam zu der Ansicht, das häufige Wäschewechseln ersetze das Baden im Wasser.

Die Wanne als Statussymbol des Adels

Nymphenburg Badenburg
Nymphenburg Badenburg

Eine Auffassung, die sich jedoch kaum länger als zweihundert Jahre hielt. Etwa im 17. Jahrhundert kam das Wannenbad wieder in Mode. Adelige schafften sich die ersten mobilen Wannen aus Kupfer an. Die Errichtung eigener Badegemächer war enorm selten und folgte vor allem repräsentativen Zwecken. Kurfürst Max Emmanuel von Bayern etwa ließ im Nymphenburger Schlosspark gleich einen ganzen kleinen Palast, die Badenburg, errichten. Auch in der Folgezeit blieb das eigene Badezimmer noch lange ein extravagantes Symbol von Status und Reichtum. Und wenn dem so war, musste es auch gezeigt werden. Im 19. Jahrhundert wurde es üblich, dass privilegierte Adelige Besuch empfingen, während sie in der Badewanne lagen.

Pfarrer Kneipp und die Renaissance des Thermalbades

Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die Badekultur in alle erdenklichen Richtungen. Man entdeckte das Baden in natürlichen Gewässern und konstruierte dafür spezielle Badeschiffe und Badekästen. Die Heilkraft des Wassers und die Wirkungsweise der Hydrotherapie wurden wiederentdeckt. Spätestens mit Sebastian Kneipp hielten Thermal- und Kurbäder wieder Einzug in Europa. Damit kam auch das gemeinschaftliche Thermalbaden wieder in Mode und mit der Errichtung der Kurhallen wurden einige der schönsten Gebäude des 19. Jahrhunderts erschaffen.

Samstags wird gebadet – in der Volksbadewanne

Volksbadewanne In privaten Wohnräumen blieb jedoch der Waschtisch mit Schüssel und Kanne noch lange Zeit das allgemein übliche Hygieneutensil. Wannenbäder standen dem gewöhnlichen Europäer nur in öffentlichen Badeanstalten zur Verfügung, wo man gegen Entgelt in einem abgeschlossenen Badezimmer baden konnte. Das erste Volksbad dieser Art wurde 1842 in Liverpool eröffnet.

Mit der Erfindung der Zinkbadewanne um 1892 kam dann der Durchbruch zum häuslichen Wannenbad, das meist in der Küche veranstaltet wurde. Das Wasserkochen und Auffüllen der Wanne war freilich eine aufwändige Angelegenheit, für die man sich nur einmal pro Woche die Zeit nahm. Unter dem Motto „Samstags wird gebadet“ stieg zunächst das väterliche Familienoberhaupt ins warme Wasser, danach die Mama und darauf folgend die Kinder in absteigender Reihenfolge des Alters, wobei die Kleinsten sich den Platz in der Wanne teilten.

Die Geburt des Badezimmers

Die häusliche Wasserleitung und der Gasboiler wurden zwar schon Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden, doch diesen Luxus konnten sich zunächst nur die ganz Reichen leisten. Die ersten separaten Badezimmer mit eigenem Wasseranschluss und Heizgerät entstanden um 1900 in England und den USA. Ihre Gestaltung unterschied sich stilistisch grundlegend.

Während die Engländer ihr privates Badegemach noch mit Teppichen, Holzmöbeln und Wandtäfelungen ausstatteten, setzten die US-Amerikaner von Anfang an auf Funktionalität und Hygiene und begründeten die Kultur des weiß gekachelten häuslichen Bades, das sich schließlich weltweit durchsetzte.

In Deutschland wurde zunächst das Frankfurter Bad erfunden, ein meist winziger Raum im Anschluss an die Küche, der eine fest installierte Wanne enthielt. In der Regel war auch eine Toilette integriert. Mit der Lage hinter der Küche nutzte man die Nähe zum einzigen häuslichen Wasseranschluss. Bis heute findet man noch vereinzelt solche „Nasszellen“, die auch oft nur die platzsparende Dusche enthalten.

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Das separate Badezimmer im amerikanischen Stil hat sich bei uns zum Wohnstandard entwickelt. In den meisten Fällen entspricht es der weiß gekachelten Ausführung, die Anfang des 20. Jahrhunderts geprägt wurde.
Dabei haben wir mit den heutigen technischen Möglichkeiten für den Warmwasserzulauf viel bessere Voraussetzungen, um das eigene Badezimmer variantenreicher zu gestalten. Und eigentlich ist es erstaunlich, wie wenig wir daraus machen.

Blickt man auf die Geschichte des Badens zurück, findet man zahlreiche Anregungen, wie sich ein Badezimmer für ein wahrhaft königliches Badevergnügen einrichten lässt.
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